Projekt Beschreibung

Die Corona-Krise hat uns zu einem ganz neuen Format gedrängt: Online-Gottesdienste. Sie entstanden mit dem Ziel, unsere Geschwister mit den Predigten zu ermutigen und durch Gebet, Moderation und Brotbrechen virtuelle Gemeinschaft zu pflegen. Aber Online-Gottesdienste können nicht nur in Krisenzeiten eine Alternative zur sonntäglichen Versammlung darstellen, sondern dauerhaft missionarische Chancen bieten. Wir berichten im Blog davon, dass wir mehr (nichtgläubige) Menschen durch Online-Predigten erreicht haben, als wir gedacht hätten.

Ziel

Der Online-Gottesdienst kann religiös interessierte Personen mit dem Evangelium erreichen, ohne, dass sie einen Gottesdienstraum betreten müssen. Nicht nur in Krisenzeiten können wir so Menschen erreichen, die wir sonst nie erreichen werden.

Prinzipien

Wir brauchen uns nicht verstellen. Jeder Gottesdienst sollte relevant für Nichtchristen sein. Dazu muss sich der Prediger leicht verständlich ausdrücken, Bezüge zum Alltag wählen und Insider sowie personbezogene Erwähnungen (ohne Erlaubnis) vermeiden. Die Musik kann nur mit entsprechenden GEMA-Rechten ins Internet veröffentlicht werden. Dabei wird rechtlich zwischen dem Livestream und einem hochgeladenen Video unterschieden. Der Leiterblog hat rechtliche Hinweise für Online-Gottesdienste zusammengestellt: https://der-leiterblog.de/kirchen-helfen-kirchen/rechtliche-tipps/

So kann jeder Gottesdienst ins Internet übertragen werden und man erreicht garantiert mehr Menschen als im Versammlungsraum sitzen.

Natürlich muss so ein neues Format weise eingeführt werden. Alle Beteiligten vor und hinter der Kamera müssen gut eingewiesen werden.

Rahmen

Zunächst kann man „klein“ anfangen. Falls ihre eure Predigten noch nicht veröffentlicht, empfehle ich zunächst das Hochladen als Podcast. So sind eure Predigten leicht verfügbar und eure Prediger können üben zu Außenstehende zu predigen.

Als nächster Schritt ist es ratsam nur die Predigten zu filmen. Ansagen vom Moderator und persönliche Gebetsgemeinschaft werden dann nicht veröffentlicht. Sollte man – wie zum Beispiel während der Corona-Krise – den ganzen Gottesdienst streamen wollen, sollte die technische Aufnahme der Musik schon sehr gut sein. In diesem Fall kann man eine interne Moderation (zum Beispiel am Ende der 1. Stunde) machen, die nicht aufgenommen wird.

Praktische Hinweise wie das Projekt gelingen kann, findest du hier: https://www.gesunde-gemeinden.de/artikel/eine-kamera-in-einem-leeren-raum-hinweise-fuer-online-prediger/

Mitarbeit und Material

Die größte Herausforderung für die meisten Gemeinden sind die passenden Mitarbeiter für so ein Projekt. Das Material muss heutzutage gar nicht mehr teuer sein, weil man mit einer guten Handy-Kamera, und einem Mikrofon schon viel erreichen kann. Gutes Licht, ein leistungsfähiger Computer und ein paar Kabel gehören natürlich noch dazu. Allerdings müssen technisch interessierte Mitarbeiter da sein, die bereit wären so etwas umzusetzen. Wenn ihr junge Leute habt, sind aber fast immer technisch Interessierte dabei, die aus ihrem Alltag schon wissen mitbringen.

In diesem Beitrag erklärt ein Medientheologe, dass Gottesdienst-Livestreaming ganz einfach sein kann und was man dazu braucht: http://medientheologe.de/cms/?p=792

Unser Angebot

In Absprache mit unseren Technikern, können wir euch helfen, die Aufnahme eurer Predigt oder eures Gottesdienstes herzurichten. In Kiel und Rendsburg haben wir Erfahrungen mit ganz unterschiedlichen Ansätzen gemacht.

Schreib uns einfach an und lies in unserem Blog über unser Erfahrungen.

Ansprechpartner

Markus Garbers